Digitalisierung findet (in Bayern) Stadt

Ausblick auf den Digitaltag 2020 am 19. Juni 2020

Digitaltag 2020

„Digitalisierung findet (in Bayern) Stadt“, unter diesem Motto nimmt der Bayerische Städtetag am Digitaltag 2020 teil. In den bayerischen Städten und Gemeinden passiert schon Einiges, Digitalisierung findet statt.

Der digitale Wandel erfordert Kreativität und Gestaltungswillen – und den Mut, gelegentlich zu scheitern. Die bayerischen Städte und Gemeinden befinden sich in diesem Prozess. Es werden neue Dienste ausprobiert, vielleicht auch wieder verworfen, oft aber weiter verbessert und mit neuen Features ergänzt. In Videobotschaften geben Mitglieder des Bayerischen Städtetags einen kleinen Einblick in diesen Prozess. Freuen Sie sich auf Videobotschaften aus Freising, Hof, Neu-Ulm, Ismaning, Gauting, Karlstadt oder Schwabach u.a.

Die Corona-Krise hat in vielen Bereichen gezeigt, was möglich ist, aber auch wo es hakt:

  • Homeoffice wurde in manchen Städten, Behörden, Unternehmen und Verbänden zur Stütze, um den Arbeitsbetrieb aufrecht zu erhalten. Oft lief das viel besser als gedacht. Die positiven Erkenntnisse werden auch nach der Corona-Krise wirken.
  • Gleichzeitig legte die Corona-Krise Defizite in der digitalen Infrastruktur offen. Auch diese negativen Erkenntnisse mögen wirken.
  • Viele Besprechungen wurden online in Videokonferenzen abgehalten. Lange Anreisewege wurden eingespart. Auch Zeit konnte gespart werden. Es wurde deutlich, dass sich manche Gegenstände besser in einem Präsenztermin diskutieren lassen. Und dennoch werden Videokonferenzen auch nach der Krise manche Anreise ersparen.

Die Liste könnte und müsste weitergeführt werden.

Alphabet oder Amazon werden als große Profiteure der Krise bezeichnet. Aber bereits vor der Krise prägten sie die Lebensgewohnheiten. Scheinbar im starken Kontrast dazu stehen die Städte und Gemeinden mit ihren papierlastigen Verwaltungsvorgängen, mit beschränkten Öffnungszeiten und der allseits zitierten Bürokratie: Wenn ein Auto mit einem Klick gekauft werden kann, warum funktioniert das nicht bei der Zulassungsstelle? Wenn eine Anmeldung bei Facebook bequem vom Sofa erfolgen kann, warum klappt das nicht bei der Stadt? Warum sind Stadtplatz, ÖPNV und Stadtbibliothek nicht so intelligent vernetzt wie mein Wohnzimmer?

Die Einfachheit und Schnelligkeit der Lebensführung der digitalen Gesellschaft weckt Erwartungen an die digitalen Städte. Aber:

Städte müssen ein richtiges Maß finden

  • zwischen Entschleunigung und Beschleunigung von Kommunikationsprozessen mit den Bürgerinnen und Bürgern,
  • zwischen der notwendigen Offenheit gegenüber neuen Technologien und der gebotenen Zurückhaltung einer seriösen und verantwortungsvollen Verwaltung,
  • zwischen der Erschließung neuer Datenquellen und Veredelung von Daten und dem Schutz von Daten und der persönlichen Belange.

 

Städte dürfen nicht zu Getriebenen der Interessen der Wirtschaft werden und müssen Chancen und Gefahren neuer technischer Innovationen behutsam abwägen.

Dabei müssen sich die Städte und Gemeinden gar nicht verstecken: Einiges ist schon passiert, viel digitaler Wandel findet in den bayerischen Städten statt.

Die Videobotschaften werden über den Tag verteilt am Digitaltag 2020 am 19. Juni 2020 auf dem staedtetag.blog gepostet.

Wir danken unseren Mitgliedern bereits jetzt für die Mitwirkung – trotz Neukonstituierung und trotz Corona-Krisenmanagement.

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